Top 10 Touristenfallen in China und wie man sie vermeidet
Top 10 Touristenfallen in China und wie man sie vermeidet China ist ein faszinierendes Reiseziel mit einer unendlichen Fülle an Kultur, Geschichte und atemberaubender Natur. Doch w
China ist ein faszinierendes Reiseziel mit einer unendlichen Fülle an Kultur, Geschichte und atemberaubender Natur. Doch wie in vielen beliebten Urlaubsländern gibt es auch hier einige typische Touristenfallen, die den Reisespaß trüben können. Dieser Artikel hilft Ihnen, diese Fallen zu erkennen und zu umgehen, damit Ihre Reise durch das Reich der Mitte zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Besonders im Fokus steht dabei die attraktive Uferstraße von Lanzhou – ein Ort, der ebenso bezaubernd wie tückisch sein kann.
Die berüchtigte Teezeremonie und der überteuerte „Freundschaftstee“
Das falsche Spiel der Einladung
Eine der bekanntesten Fallen in Städten wie Shanghai oder Peking ist die Einladung zu einer traditionellen Teezeremonie. Freundliche Einheimische, oft junge Studenten, sprechen Sie auf der Straße an, üben ein wenig Englisch und laden Sie zu einem „kostenlosen“ Tee ein. Am Ende erhalten Sie eine exorbitante Rechnung für ein paar Blätter Tee.
So vermeiden Sie es: Lernen Sie die höfliche, aber bestimmte Ablehnung auf Chinesisch: „Xièxie, wǒ bù xūyào“ (Danke, ich brauche es nicht). Gehen Sie zügig weiter und lassen Sie sich nicht auf Diskussionen ein. Buchten Sie Teeverkostungen ausschließlich in seriösen, von Ihnen selbst ausgewählten Teehäusern.
Die Kunst der gefälschten Markenartikel
Silk Street Market und ähnliche Paradiese
In Märkten wie dem berühmten Silk Street Market in Peking werden oft „Original“-Designerwaren zu Schnäppchenpreisen angeboten. Die Qualität ist meist minderwertig, und die Verkäufer sind Meister des Feilschens. Wenn Sie glauben, ein echtes Markenprodukt für 10 % des Ladenpreises zu ergattern, liegen Sie fast immer falsch.
So vermeiden Sie es: Betrachten Sie diese Märkte als eine Art großes Schauspiel und kaufen Sie nur Dinge, die Ihnen wirklich gefallen – unabhängig vom angeblichen Markennamen. Feilschen Sie freundlich, aber legen Sie vorher Ihr Budget fest. Am besten kaufen Sie Souvenirs und Textilien in normalen Geschäften oder in den offiziellen Kaufhäusern der Stadt.
Die Abzocke bei der Taxifahrt
Feste Preise statt Taxameter
Viele Taxifahrer in chinesischen Großstädten bieten Touristen einen „Festpreis“ an, der oft ein Vielfaches des tatsächlichen Fahrpreises beträgt. Sie lehnen die Nutzung des Taxameters ab, mit der Begründung, das Ziel sei zu weit oder der Verkehr zu schlecht.
So vermeiden Sie es: Bestehen Sie vor Fahrtantritt darauf, dass das Taxameter eingeschaltet wird („Qǐng dǎ biǎo“). Nutzen Sie alternativ vertrauenswürdige Fahrdienste wie Didi (der chinesische Uber), wo der Preis vor der Buchung festgelegt wird. Halten Sie Ihr Ziel auf Chinesisch auf einem Zettel oder Handy bereit.
Der überteuerte „Tempelbesuch“ auf der Lanzhou Binhe Road
Die Binhe Road in Lanzhou
Die Binhe Road (滨河路, Bīnhé Lù) ist die berühmte, rund 40 Kilometer lange Uferpromenade entlang des Gelben Flusses in Lanzhou. Sie ist gesäumt von Parks, Skulpturen, Teehäusern und dem Wahrzeichen der Stadt, der Zhongshan-Brücke. Dieser Ort ist absolut sehenswert, aber er birgt auch typische Fallen.
Die Falle: An der Binhe Road sprechen Sie manchmal private „Reiseführer“ oder „Mönche“ an, die einen Segen oder eine Führung zu einem „geheimen Tempel“ anbieten. Sie führen Sie zu kleinen, oft heruntergekommenen Schreinen und verlangen dann hohe Spenden oder Eintrittsgelder.
So vermeiden Sie es: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang der Binhe Road, wie die Zhongshan-Brücke, der Wasserpark oder die Statue der Mutter des Gelben Flusses, sind öffentlich und kostenlos zugänglich. Lassen Sie sich nicht von Fremden in Hinterhöfe oder Nebenstraßen locken. Besuchen Sie den imposanten White Pagoda Temple (Baita-Tempel) auf dem Hügel oberhalb der Binhe Road – offiziell und seriös.
Der „Freundliche“ Student mit der weißen Tafel
Die Spendenfalle für Taubstumme
Besonders in U-Bahnen, an beliebten Plätzen und auch entlang der Binhe Road treffen Sie auf junge Leute mit einer weißen Tafel, auf der steht, dass sie taubstumm seien und für eine gute Sache sammeln. Sie zeigen eine Liste mit Unterschriften und einer Spendenhöhe von 10, 20 oder 30 Yuan. Wer nicht unterschreibt, wird oft mit einem mitleidigen oder vorwurfsvollen Blick bedacht.
So vermeiden Sie es: In den meisten Fällen handelt es sich um professionelle Bettler. Ein freundliches Lächeln und ein klares „Bù hǎoyìsi“ (Entschuldigung) während Sie weitergehen, ist die beste Reaktion. Spenden Sie lieber an offizielle, vertrauenswürdige Organisationen.
Der „Rabatt“ in der Juwelier- oder Teehandlung
Kostenlose Führungen mit versteckten Kosten
In Städten wie Xi’an oder Hangzhou werden oft „kostenlose“ Stadtführungen angeboten. Die Tour ist interessant, aber der „Höhepunkt“ ist der Besuch einer Juwelier- oder Teehandlung, in der auf die Touristen enormer Druck ausgeübt wird, etwas zu kaufen.
So vermeiden Sie es: Buchen Sie Führungen nur bei lizenzierten Reiseveranstaltern oder Tourismusbüros. Fragen Sie vor der Buchung ausdrücklich, ob Einkaufsstopps enthalten sind. Wenn ein „kostenloser“ Führer Ihnen zu gut vorkommt, ist er es wahrscheinlich auch.
Der überteuerte Drachenboot- oder Laternenfest-Eintritt
Feste außerhalb der Saison
Manche Ticketschalter an historischen Stätten oder Parks bieten spezielle „Festival“-Eintrittskarten zu einem stark erhöhten Preis an, obwohl das Fest gar nicht stattfindet.
So vermeiden Sie es: Überprüfen Sie die offiziellen Preise auf der Website der jeweiligen Sehenswürdigkeit oder fragen Sie am Schalter nach der Standard-Eintrittskarte („Pǔtōng piào“). Achten Sie auf die offizielle Preisliste am Eingang.
Der falsche Polizist oder „Freundliche Helfer“
Das Ausweistrick-Spiel
Eine eher seltene, aber schwerwiegende Falle: Jemand in uniformähnlicher Kleidung spricht Sie an, zeigt einen Ausweis und behauptet, Sie hätten gegen eine Regel verstoßen. Sie sollen eine „Verwaltungsgebühr“ in bar zahlen.
So vermeiden Sie es: Echte Polizisten in China tragen immer eine offizielle, klare Uniform und einen Dienstausweis. Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Bestehen Sie darauf, zur nächsten Polizeistation zu gehen, um die Angelegenheit zu klären. Bitte zahlen Sie niemals Geld auf der Straße an angebliche Amtspersonen.
Der „Freundliche“ Zugschalter-Mitarbeiter
Überteuerte Tickets für die Schlange
In großen Bahnhöfen kann es vorkommen, dass ein „freundlicher“ Helfer am Schalter Ihnen ein Ticket zu einem Vielfachen des Normalpreises verkauft, angeblich weil das Normal-Ticket ausverkauft sei.
So vermeiden Sie es: Kaufen Sie Zugtickets ausschließlich über die offizielle App „12306“ (auch in englischer Version verfügbar), an den offiziellen Automaten im Bahnhof oder am offiziellen Schalter mit der Aufschrift „Offizieller Fahrkartenverkauf“. Fragen Sie niemals Fremde am Bahnhof um Hilfe beim Ticketkauf.
Die ausgetauschte Rechnung
Der alte Trick mit dem Wechselgeld
Besonders in Taxis, an Kiosken oder in kleineren Restaurants erhalten Sie nach einem Bezahlvorgang mit einem großen Schein das Wechselgeld in einer kleineren Stückelung oder mit fehlenden Scheinen. Der Verkäufer sagt dann, Ihr Geldschein sei gefälscht oder Sie hätten weniger gegeben.
So vermeiden Sie es: Bezahlen Sie nach Möglichkeit mit dem exakten Betrag. Wenn Sie mit einem großen Schein zahlen, legen Sie ihn offen hin und nennen Sie den Betrag laut. Zählen Sie das Wechselgeld sofort und sichtbar nach. Lassen Sie sich nicht ablenken.
Zusammenfassung und abschließende Tipps
China ist ein sicheres und wunderbares Reiseland, wenn Sie mit offenen Augen durch die Straßen gehen. Die meisten Touristenfallen lassen sich mit gesundem Menschenverstand vermeiden:
- Misstrauen Sie unerwarteten Einladungen und „kostenlosen“ Dienstleistungen.
- Bestehen Sie auf offizielle Preise (Taxameter, Eintrittskarten).
- Kaufen Sie keine angeblichen Marken auf der Straße.
- Informieren Sie sich vorab über die üblichen Preise für Transport und Eintritte.
- Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl. Wenn etwas zu gut oder zu seltsam erscheint, ist es das wahrscheinlich.
Mit diesen Tipps wird Ihr Aufenthalt in China – ob an der bezaubernden Binhe Road in Lanzhou oder in den Metropolen des Landes – zu einem authentischen und freudvollen Erlebnis.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
1. Ist es in China gefährlich als Tourist?
Nein, China ist ein sehr sicheres Reiseland. Die meisten Touristenfallen sind eher ärgerlich als gefährlich. Die Kriminalitätsrate ist niedrig.
2. Wie erkenne ich einen seriösen Reiseführer?
Seriöse Führer haben eine offizielle Lizenz (oft als Karte oder Anstecker sichtbar) und arbeiten für lizenzierte Reisebüros. Buchen Sie niemals Führungen auf der Straße.
3. Darf ich auf Märkten feilschen?
Ja, auf Märkten wie dem Silk Street Market ist Feilschen üblich und erwünscht. In Kaufhäusern und Supermärkten sind die Preise dagegen fest.
4. Kann ich in China mit Kreditkarte bezahlen?
In großen Hotels, Kaufhäusern und Restaurants in Großstädten wird Kreditkarte (Visa, Mastercard) oft akzeptiert. Auf der Straße, in Taxis und kleinen Läden benötigen Sie Bargeld oder die chinesischen Bezahldienste Alipay und WeChat Pay.
5. Welche App ist für den Transport in China am besten?
Die offizielle Didi-App (chinesisch: 滴滴出行) ist der führende Fahrdienst und sehr zuverlässig. Für die U-Bahn in Städten wie Lanzhou können Sie vor Ort eine wiederaufladbare Karte kaufen oder die Alipay-App nutzen.
