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blog2026-08-07

Sehenswürdigkeiten in Lijiang: Jadequelle-Park und Baisha-Alte-Stadt-Wandmalereien

Sehenswürdigkeiten in Lijiang: Jadequelle Park und Baisha Alte Stadt Wandmalereien Lijiang, die bezaubernde Stadt am Rande des Himalaya in der südwestchinesischen Provinz Yunnan, i

Lijiang, die bezaubernde Stadt am Rande des Himalaya in der südwestchinesischen Provinz Yunnan, ist weit mehr als nur der berühmte, von der UNESCO geschützte Altstadtkern. Wer sich abseits der ausgetretenen Pfade bewegt und die Gegend in Ruhe erkunden möchte, entdeckt zwei Juwelen, die Geschichte, Spiritualität und eine atemberaubende Landschaft miteinander verbinden. Der Jadequelle-Park kurz vor dem alten Stadtkern und die Baisha-Alte-Stadt-Wandmalereien im Norden bieten internationale Reisende Einblicke in eine faszinierende Kulturlandschaft.

Der Jadequelle-Park: Ein grüner Zufluchtsort mit Geschichte

Wo liegt der Jadequelle-Park?

Der Jadequelle-Park liegt malerisch am Fuß des Elefantenrücken-Hügels und am Ufer des Schwarzen-Drachen-Teichs, nur wenige Gehminuten vom nördlichen Rand der Lijiang-Altstadt entfernt. Für Reisende, die einen Spaziergang durch die verwinkelten Gassen der Altstadt unternehmen, ist der Park ein natürlicher Anlaufpunkt, der sich ideal mit einem Ausflug in die Geschichte der Region verbinden lässt.

Die Besonderheit des Schwarzen-Drachen-Teichs

Der Schwarze-Drachen-Teich ist das Herzstück des Parks. Das kristallklare Wasser stammt aus einer unterirdischen Quelle, die vom Jadedrachen-Schneeberg gespeist wird. Das Besondere daran: Der Teich liegt auf einer Höhe von rund 2.400 Metern über dem Meeresspiegel, was dem Wasser eine ungewöhnlich tiefe, fast türkisblaue Farbe verleiht. An klaren Tagen spiegeln sich die schneebedeckten Gipfel des Jade-Drachen-Schneebergs und der alte „Fünf-Phönix-Pavillon“ im Wasser – ein Fotomotiv, das viele Reisende als eines der schönsten Südwestchinas beschreiben.

Der Fünf-Phönix-Pavillon und die alte Brücke

Der Fünf-Phönix-Pavillon ist das architektonische Wahrzeichen des Parks. Der hölzerne Pavillon wurde ursprünglich im 17. Jahrhundert errichtet und später mehrfach restauriert. Er gilt als Meisterwerk traditioneller chinesischer Holzbauweise. Ein Spaziergang über die alte Steinbrücke, die zum Pavillon führt, eröffnet einen wunderschönen Blick auf den Teich und die umliegenden Berge. Gerade früh am Morgen, wenn die Luft noch ruhig ist und der Nebel den Berggipfel schleierhaft umhüllt, ist die Stimmung hier beinahe magisch.

Tipps für den Besuch

  • Beste Besuchszeit: Der Herbst (September bis November) bietet meist klare Sicht auf die schneebedeckten Gipfel. Im Frühling blühen Kirschbäume und Rhododendren im Park.
  • Dauer des Aufenthalts: Ein ruhiger Rundgang dauert etwa eineinhalb bis zwei Stunden. Wer gerne fotografiert, sollte mehr Zeit einplanen.
  • Anreise: Vom alten Stadtkern aus erreicht man den Park in wenigen Minuten zu Fuß oder mit einem kurzen Rikscha-Fahrten.

Die Baisha-Alte-Stadt und ihre Wandmalereien

Der Ort Baisha: Das kulturelle Herz der Naxi

Nur etwa zehn Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Lijiang liegt die Baisha-Alte-Stadt, ein beschaulicher Ort, der oft als das kulturelle Herz des Naxi-Volkes bezeichnet wird. Der Name „Baisha“ bedeutet so viel wie „weißer Sand“ und spielt auf das einstige Aussehen des Ortes an. Im Gegensatz zur quirligen Lijiang-Altstadt ist Baisha weitaus ruhiger und ursprünglicher. Hier lässt sich der Alltag der Naxi-Bevölkerung noch hautnah erleben: In den schmalen Gassen trocknen Getreide und Kräuter, Handwerker arbeiten an Holzschnitten, und traditionelle Naxi-Häuser mit ihren holzverschalten Fassaden säumen die Wege.

Der Dazu-Pavillon: Die berühmten Wandmalereien von Baisha

Das Hauptziel der meisten Besucher in Baisha ist der Große Jade-Drachen-Pavillon (auch als „Da Bao Ji Gong“ bekannt), der die berühmten Baisha-Wandmalereien birgt. Diese Fresken stammen aus einer Zeit, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht – der Blütezeit des Naxi-Königreichs unter der Ming-Dynastie. Die Malereien sind nicht nur künstlerisch bemerkenswert, sondern auch ein einzigartiges Zeugnis der kulturellen Vermischung: Elemente des Buddhismus, des Daoismus und der lokalen Naxi-Religion Dongba verschmelzen hier zu einem faszinierenden Gesamtbild.

Was macht diese Fresken so besonders?

Die Wandmalereien von Baisha gelten als Meisterwerk der religiösen Malerei Chinas. Sie sind bekannt für:

  • Die Verbindung verschiedener Religionen: In einem einzigen Bild können Buddha-Figuren, daoistische Gottheiten und Naxi-Schamanen nebeneinander dargestellt sein – ein seltenes Beispiel für interreligiöse Harmonie.
  • Die lebendige Farbgebung: Die Fresken bestechen durch kräftige Rot-, Grün- und Blautöne, die auch nach mehreren Jahrhunderten noch erstaunlich gut erhalten sind.
  • Vielfältige Motive: Neben religiösen Szenen zeigen die Bilder Alltagsszenen, Landschaften und Porträts der Naxi-Könige.

Für internationale Reisende sind diese Wandmalereien ein absoluter Höhepunkt, da sie in dieser Art in China kaum ein zweites Mal zu finden sind.

Die Geschichte hinter den Malereien

Die ältesten Teile der Fresken sollen im 14. Jahrhundert entstanden sein, während der Regierungszeit der Mu-Fürsten, die über die Region herrschten. Über die folgenden drei Jahrhunderte wurden die Malereien von Handwerkern aus verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen erweitert – ganz im Sinne der damaligen Politik der kulturellen Öffnung. Als der britische Botaniker Joseph Rock in den 1920er Jahren die Gegend besuchte, machte er die Fresken der westlichen Welt bekannt. Seither gehören sie zu den wichtigsten Kunstschätzen Südwestchinas.

Praktische Tipps für den Ausflug nach Baisha

  • Anreise: Vom Zentrum Lijiangs erreicht man Baisha am besten mit einem Mietwagen oder einem Fahrer, die Fahrt dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Alternativ bieten viele Hotels Touren an.
  • Kombinieren Sie den Besuch: Planen Sie den Ausflug am besten mit einem Besuch des Jadequelle-Parks am selben Vormittag oder Nachmittag.
  • Respektvoller Umgang: In einigen Räumen mit den Fresken ist das Fotografieren eingeschränkt oder verboten. Bitte halten Sie sich an die örtlichen Hinweise. Der Schutz dieser empfindlichen Kunstwerke hat oberste Priorität.
  • Zeitbedarf: Für den Besuch der Fresken und einen kurzen Bummel durch Baisha sollten Sie mindestens zwei bis drei Stunden einplanen.

Fazit: Eine Reise durch Zeit und Kultur

Der Jadequelle-Park und die Baisha-Alte-Stadt-Wandmalereien sind zwei Sehenswürdigkeiten, die den Reiz von Lijiang weit über die belebte Altstadt hinaus erlebbar machen. Während der Park mit seiner stillen Schönheit und dem Blick auf den majestätischen Jadedrachen-Schneeberg begeistert, führen die Wandmalereien in eine Zeit zurück, als Kulturen und Religionen friedlich miteinander verschmolzen. Für internationale Reisende ist diese Kombination von Natur und Architektur, Kunst und Geschichte eine perfekte Möglichkeit, die Region in ihrer ganzen Tiefe zu verstehen. Wer beide Orte besucht, nimmt ein Stück des kulturellen Reichtums von Yunnan mit nach Hause.

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