Zurück zur Startseite
blog2026-07-11

Die besten Wüsten in China: Von Badain Jaran bis Taklamakan

Die besten Wüsten in China: Von Badain Jaran bis Taklamakan China ist ein Land der extremen Kontraste – und das gilt auch für seine Wüstenlandschaften. Während die meisten Reisende

China ist ein Land der extremen Kontraste – und das gilt auch für seine Wüstenlandschaften. Während die meisten Reisenden die Große Mauer oder die Verbotene Stadt kennen, bieten die chinesischen Wüsten eine völlig andere, fast mystische Seite des Landes. Ob Sie sich für die höchsten Sanddünen der Welt, die geheimnisvollen Ruinen der Seidenstraße oder die schiere Weite der Taklamakan interessieren – dieser Artikel führt Sie zu den beeindruckendsten Wüsten Chinas.

Badain-Jaran-Wüste: Die Heimat der höchsten Sanddünen

Die Badain-Jaran-Wüste in der Inneren Mongolei (Nei Mongol) ist bekannt für ihre enormen Sanddünen. Hier finden Sie die höchsten stationären Sanddünen der Welt, darunter den Bilutu Peak, der über 500 Meter hoch ist. Neben den Dünen gibt es etwa 140 Seen, deren Wasser aufgrund von Mineralien in leuchtenden Blau- und Grüntönen schimmert. Ein besonderes Highlight ist der See der tausend Inseln, der eigentlich aus unzähligen kleinen Gewässern inmitten der Dünen besteht.

Reisetipps für die Badain-Jaran-Wüste

  • Beste Reisezeit: September bis Oktober, wenn die Temperaturen angenehm sind und der Himmel klar ist.
  • Anreise: Am besten von der Stadt Zhangye in der Provinz Gansu aus, von wo es organisierte Touren gibt. Sie können auch von Alxa Left Banner in der Inneren Mongolei starten.
  • Aktivitäten: Neben Dünenwanderungen können Sie auf einem Kamel reiten, die Seen per Boot erkunden oder bei einer Übernachtung in einer Jurte die Stille der Wüste genießen.

Taklamakan-Wüste: Das Herz der Seidenstraße

Die Taklamakan-Wüste in Xinjiang (Sinkiang) ist eine der größten Sandwüsten der Welt. Ihr Name bedeutet in der uigurischen Sprache etwa „Wer hineingeht, kommt nicht wieder heraus“. Trotz dieses bedrohlichen Namens ist die Wüste eine Schatzkammer für Geschichtsinteressierte. Entlang der alten Seidenstraße gab es hier einst blühende Oasenstädte wie Kashgar (Kaxgar) und Hotan (Hetian), die heute noch besucht werden können. Die Ruinen von Miran und Loulan, die durch die Taklamakan-Wüste bekannt wurden, sind nur mit Vorbereitung und Führung zugänglich.

Reisetipps für die Taklamakan-Wüste

  • Beste Reisezeit: April bis Mai und September bis Oktober. Im Sommer kann es extrem heiß werden (über 40 °C).
  • Anreise: Die meisten Touren starten in Korla, einer Stadt am nördlichen Rand der Wüste. Von dort können Sie die berühmte Taklamakan-Wüstenautobahn bereisen.
  • Sehenswürdigkeiten: Neben den Ruinen ist der Lop Nor-See (Lopnur, verdunstet) ein wichtiger Ort, der einst ein großer Salzsee war und heute größtenteils ausgetrocknet ist.

Gobi-Wüste: Die Grenzlandschaft zwischen China und der Mongolei

Die Gobi-Wüste erstreckt sich über Nordchina und die Südostmongolei. Im chinesischen Teil, der vor allem in der Inneren Mongolei liegt, finden Sie eine Mischung aus Sand-, Stein- und Felswüsten. Die Mogao-Grotten in Dunhuang (in der Provinz Gansu, am Rand der Gobi gelegen) sind ein UNESCO-Weltkulturerbe mit tausendjährigen Buddha-Statuen und Wandmalereien. Auch die Yumen-Passage (Jade-Gate-Pass) und die Große Mauer der Ming-Dynastie sind hier besonders prägnant.

Reisetipps für die Gobi-Wüste

  • Beste Reisezeit: April bis Juni und September bis Oktober. Im Winter kann es extrem kalt werden (bis -20 °C).
  • Anreise: Die Ausgangspunkte sind Dunhuang (Gansu) oder Erenhot (Erlianger, Innere Mongolei), einem wichtigen Grenzübergang zur Mongolei.
  • Aktivitäten: Kamelritte zu den Sanddünen des Mingsha-Berges (Singender Sandberg), der seinen Namen den Geräuschen verdankt, die der Wind im Sand erzeugt.

Tengger-Wüste: Der „Himmelssee im Sand“

Die Tengger-Wüste liegt in der Inneren Mongolei, südlich des Helan-Gebirges und nordwestlich von Yinchuan, der Hauptstadt der Autonomen Region Ningxia. Ihr Name bedeutet im Mongolischen „Himmelssee im Sand“ – ein Verweis auf die vielen kleinen Seen, die hier zwischen den Dünen liegen. Die Wüste ist besonders bei Campern und Wanderern beliebt, da die Dünen nicht so hoch sind wie in der Badain-Jaran-Wüste, aber dennoch beeindruckend.

Reisetipps für die Tengger-Wüste

  • Beste Reisezeit: Mai bis September.
  • Anreise: Yinchuan ist der beste Startpunkt. Von dort dauert die Fahrt zur Wüste etwa eine Stunde.
  • Aktivitäten: Sie können mit einem Geländewagen über die Dünen fahren, die Landschaft zu Fuß erkunden oder an einer Führung zu den alten buddhistischen Tempeln in der Umgebung teilnehmen.

Kubuqi-Wüste: Die siebte Wüste Chinas, nah an Peking

Die Kubuqi-Wüste in der Inneren Mongolei ist die siebtgrößte Wüste Chinas, aber sie liegt relativ nah an Peking (etwa 800 Kilometer entfernt). Sie ist bekannt für ihre Sandskulpturen und das Kubuqi Desert Eco-Tourism Project, das die Wüstenbildung durch Aufforstung bekämpft. Die Sandburg von Kubuqi ist ein beliebter Ort für Familien, während Abenteuerlustige Sandboarden oder Paragliding über die Dünen ausprobieren können.

Reisetipps für die Kubuqi-Wüste

  • Beste Reisezeit: Mai bis Oktober.
  • Anreise: Von Peking aus können Sie mit dem Zug nach Baotou in der Inneren Mongolei fahren (etwa 8 Stunden) und von dort weiter in die Wüste.
  • Highlights: Das Nördliche Wüstenmuseum bietet Informationen über die Geschichte und Ökologie der Wüstenregion und ist ein guter Start für einen Besuch.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Wüste in China ist die größte?

Die Taklamakan-Wüste in Xinjiang ist mit einer Fläche von etwa 337.000 Quadratkilometern die größte Sandwüste Chinas. Die Gobi-Wüste ist insgesamt größer (über 1,3 Millionen Quadratkilometer), aber sie erstreckt sich auch über die Mongolei und besteht zu großen Teilen aus Stein- und Felswüsten.

Sind die Wüsten in China sicher zu bereisen?

Ja, wenn Sie eine organisierte Tour buchen oder mit einem erfahrenen Führer reisen. Die Temperaturen können extrem sein (sehr heiß tagsüber, sehr kalt nachts), also reisen Sie mit ausreichend Wasser, Sonnenschutz und warmer Kleidung für die Nächte. Mobilfunkabdeckung ist in abgelegenen Gebieten oft schlecht.

Welche Wüste ist am besten für Anfänger geeignet?

Die Kubuqi-Wüste ist ideal für Anfänger, da sie gut erschlossen ist und viele touristische Angebote hat. Die Tengger-Wüste ist ebenfalls geeignet, da die Dünen nicht zu steil sind und die Anreise von Yinchuan einfach ist.

Wann sollte man die Badain-Jaran-Wüste besuchen?

Der beste Zeitraum ist September und Oktober. Im Frühling (März bis Mai) kann sandsturmartiger Wind auftreten, und der Sommer (Juni bis August) ist mit Temperaturen über 40 °C extrem heiß.

Gibt es Wüsten in China, die an historischen Karten der Antike identifiziert werden können?

Ja, viele alte chinesische Dynastien kartografierten die Wüsten, insbesondere entlang der Seidenstraße. Die Taklamakan-Wüste und die Gobi-Wüste tauchen in historischen Karten aus der Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) und früher auf. Die Wüsten von Dunhuang (am Rand der Gobi) sind in Karten der Han-Dynastie (206 v. Chr.–220 n. Chr.) dokumentiert, als die Seidenstraße blühte.

Fazit

Chinas Wüsten sind weit mehr als leblose Sandflächen. Sie sind Orte der Geschichte, der Stille und der extremen Schönheit. Von den höchsten Dünen der Badain-Jaran-Wüste bis zu den Oasen der Taklamakan-Wüste bietet jede dieser Landschaften ein einzigartiges Reiseerlebnis. Planen Sie Ihre Reise mit Bedacht – vor allem in Bezug auf das Wetter – und lassen Sie sich auf die Magie dieser „trockenen Oasen“ ein.

Aciet Chia maps by dyasty
WhatsApp